Lösung: Säuremischung
Aufgabe a)
Fall 1: \(11\,\rm mol\) \(\rm HCl\) und \(13\,\rm mol\) \(\rm H_2SO_4\)
$$
\begin{aligned}
(I) \quad 2x + y &= 11 \implies y = 11 - 2x \\
(II) \quad x + 3y &= 13
\end{aligned}
$$
Einsetzen: \(x + 3(11 - 2x) = 13 \implies -5x = -20 \implies \mathbf{x = 4, y = 3}\).
Ergebnis: Realisierbar durch \(4\,\rm Liter\) \(S_1\) und \(3\,\rm Liter\) \(S_2\).
Fall 2: \(5\,\rm mol\) \(\rm HCl\) und \(25\,\rm mol\) \(\rm H_2SO_4\)
$$
\begin{aligned}
(I) \quad 2x + y &= 5 \implies y = 5 - 2x \\
(II) \quad x + 3y &= 25
\end{aligned}
$$
Einsetzen: \(x + 3(5 - 2x) = 25 \implies -5x = 10 \implies \mathbf{x = -2, y = 9}\).
Ergebnis: Nicht realisierbar, da ein Volumen nicht negativ sein kann (\(x \geq 0\) erforderlich).
Aufgabe b) Beurteilung der Aussage (Argumentative Lösung)
Die Aussage lässt sich über die Betrachtung der Grenzkonzentrationen beurteilen:
- Ausgangspunkt \(S_2\): Würde man nur die Vorratslösung \(S_2\) verwenden, betrüge die Konzentration von Schwefelsäure exakt \(3\,\rm mol/l\) und die von Salzsäure exakt \(1\,\rm mol/l\).
- Mischungseffekt: Die Vorratslösung \(S_1\) hat eine niedrigere Schwefelsäure-Konzentration \((1\,\rm mol/l)\) und eine höhere Salzsäure-Konzentration \((2\,\rm mol/l)\) als \(S_2\).
- Konsequenz der Beimischung: Sobald man auch nur eine kleine Menge von \(S_1\) zu \(S_2\) mischt, passiert folgendes:
- Die Schwefelsäure-Konzentration der Gesamtmischung sinkt unter \(3\,\rm mol/l\), da sie durch die "schwächer konzentrierte" Lösung \(S_1\) verdünnt wird.
- Gleichzeitig steigt die Salzsäure-Konzentration über \(1\,\rm mol/l\), da \(S_1\) einen höheren Gehalt an \(HCl\) einbringt als \(S_2\).
Fazit: Die Aussage ist wahr. Eine Schwefelsäure-Konzentration von weniger als \(3\,\rm mol/l\) ist das direkte Resultat der Beimischung von \(S_1\). Diese Beimischung zwingt die Salzsäure-Konzentration mathematisch und chemisch gleichzeitig über den Wert von \(1\,\rm mol/l\).